Inhaltliches Profil und Relevanz des Studiengangs

Der Masterstudiengang ist sozialwissenschaftlich ausgerichtet und gründet normativ in der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK). Er integriert verschiedene Fachdisziplinen – darunter Soziologie, Politikwissenschaft, Psychologie, Sozialpädagogik, Migrations- und Gesundheitswissenschaften. Das Studium vermittelt Wissen und Kompetenzen in drei miteinander verzahnten Bereichen:

  1. Theoretische Grundlagen für die Analyse und Reflexion der Strukturen der Kindheit und des Handelns von Kindern und Jugendlichen unter Bezug auf die UN-KRK; 
  2. Praxismethoden zur Gestaltung von Organisationen und Institutionen im Interesse von Kindern und im Sinne der UN-KRK; und
  3. Forschungsmethoden, in die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen systematisch einbezogen werden.

Internationale und transnationale Perspektiven werden systematisch einbezogen, z.B. in der Vertiefung zum UN-Dialog, und Kindheiten werden dabei global und vergleichend analysiert.
Durch die Verknüpfung von Kinderrechten und Kindheitswissenschaften sowie die Integration lokaler, nationaler und globaler Perspektiven besitzt der Studiengang ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal.
Als Mitglied der National Coalition (NC) – einem Netzwerk aus über 100 Vereinen, Sozialverbänden und Kinderrechtsorganisationen – setzt sich der Studiengang gemeinsam mit der gesamten Hochschule für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland ein und unterstützt auch die zivilgesellschaftlichen Überprüfungsprozesse der NC.
Das Lernumfeld der Studierenden fördert ihre regionale, bundesweite und internationale Vernetzung sowie die Multiprofessionalität und regt sie dazu an, professionelles Handeln im Sinne der Kinderrechte und des Children’s Rights Approach zu verändern.


Kompetenzprofil der Absolvent:innen

Die Absolvent:innen des Studiengangs sind fähig, komplexe Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen in nationalen, lokalen und transnationalen Kontexten multiperspektivisch zu erschließen und zu erforschen. Sie können das Monitoring der UN-Kinderrechtskonvention sowie der damit verbundenen Sozialgesetzgebung (insbesondere des SGB VIII) in berufsrelevanten Praxisfeldern systematisch analysieren und professionell begleiten.
Sie können in unterschiedlichen sozialen Settings, Organisationen und im Gemeinwesen Maßnahmen initiieren, anleiten und umsetzen, um die individuelle und kollektive Handlungsfähigkeit von Kindern, Jugendlichen und Familien zu stärken.
Als Mitglieder multiprofessioneller Teams sind sie kompetent darin, mit unterschiedlichen fachlichen Situationen konstruktiv umzugehen. In Leitungsfunktionen können sie heterogene Teams anleiten.
Mit ihrem Kompetenzprofil können die Studierenden im In- und Ausland im Sinne der UN-KRK und der Kindheitswissenschaften beruflich tätig werden. Schließlich eröffnet der Studiengang auch den Zugang zur Promotion.


Berufliche Handlungsfelder 

Absolvent:innen des Studiengangs arbeiten in kommunalen, gemeinnützigen, staatlichen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, z.B. in Kinder- Jugend- und Familienberatungsstellen und Kindertages- und Jugendeinrichtungen, in Projekten der Bereiche Bildung, Gesundheitsförderung, (Kinder)Politik, Organisationsentwicklung und Migration auf lokaler, kommunaler, regionaler und internationaler Ebene; nationalen und transnationalen Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) sowie in Wissenschaft, Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen.


Didaktisches Konzept des Studiengangs

Der Studiengang ist sowohl theoretisch fundiert als auch anwendungsbezogen und behandelt das Verhältnis von Theorie und Praxis als Querschnittsthema innerhalb der Lehrveranstaltungen. Didaktisch werden die unterschiedlichen fachlichen Hintergründe der Studierenden berücksichtigt und kreativ in die Lehre eingebunden. Neben den klassischen didaktischen Methoden kommen weitere vielfältige Methoden zum Einsatz, v.a. interaktive & kooperative Methoden (z.B. Peer-to-Peer-Teaching), forschungsorientierte Methoden, kreative & visuelle Methoden sowie die (Mit-)Organisation und Gestaltung von Fachtagungen.


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