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Inhaltliches Profil und Relevanz des Studiengangs

Der Bachelor-Studiengang Angewandte Kindheitswissenschaften ist sozialwissenschaftlich und kinderrechtlich orientiert und auf die Frage fokussiert, wie Kindheit und das Leben von Kindern gesellschaftlich gestaltet werden. Dabei stehen die Interessen von Kindern und ihre Handlungsfähigkeit im Mittelpunkt – also ihre Fähigkeit, in bestehenden Machtverhältnissen zu agieren und ihr Leben selbst zu gestalten. Im Studiengang sind unterschiedliche Fachdisziplinen integriert, v.a. Soziologie, Politikwissenschaft, Psychologie, Sozialpädagogik, Migrations- und Gesundheitswis-senschaften. Er ist deutschlandweit der einzige Studiengang, der sowohl die Interessen von Kindern – als Individuen und als soziale Gruppe – als auch die gesellschaftlichen Strukturen von Kindheit und deren Gestaltung aus multidisziplinärer Perspektive in den Blick nimmt.

Im Studiengang Angewandte Kindheitswissenschaften werden Lebenslagen und Lebenswelten von Kindern multiperspektivisch betrachtet. Der Studiengang hat einen starken Praxisbezug mit Fokus auf die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in kindheits- und jugendbezogenen Berufsfeldern – auf kommunaler, bundesweiter und internationaler Ebene.

Der Studiengang ist lokal, landes- und bundesweit sowie transnational in kindheitswissenschaftlich relevanten Netzwerken vernetzt. So ist er Mitglied in der National Coalition zur Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland. Studierende profitieren von diesem und anderen Netzwerken. Zudem können sie ein Studiensemester oder Praktikum im Ausland absolvieren und am englischsprachigen internationalen Studiensemester „Diversity – Inclusion – Participation (DIP)“ als „students at home“ teilnehmen.


Kompetenzprofil der Absolvent:innen

Die Absolvent:innen des Studiengangs sind in der Lage,

  • komplexe analoge wie digitale Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen sowie soziale Strukturen des Lebens von Kindern und Jugendlichen zu verstehen und zu analysieren,
  • die individuelle und kollektive Handlungsfähigkeit von Kindern, Jugendlichen und Familien in diversen lokalen und regionalen gesellschaftlichen Settings im In- und Ausland zu fördern
  • als qualifizierte Fach- und ggf. Leitungskräfte Veränderungen zu initiieren und zu begleiten.

Zudem befähigt der Studienabschluss zum Masterstudium sowie perspektivisch zur Promotion.


Berufliche Handlungsfelder 

Die Absolvent:innen des Studiengangs können in kommunalen, regionalen, staatlichen, gemeinnützigen und zivilgesellschaftlichen Organisationen der Bildung, der Gesundheit und des Sozialen für Kinder und Jugendliche wie auch mit ihnen im In- und Ausland arbeiten. Schwerpunkte sind Kinder- Jugend- und Familienberatungsstellen, Einrichtungen der frühkindlichen Bildung (oder: Kindertageseinrichtungen), Jugend- und Schulsozialarbeit, Jugendämter; Projekte der Bildung, Gesundheitsförderung, (Kinder)Politik, Organisationsentwicklung, Migration, Lebenswelt- und So-zialraumgestaltung; Kinder- und Jugendbüros; nationale und internationale Nicht-Regierungsorga-nisationen (NGO).


Didaktisches Konzept des Studiengangs

Der Studiengang ist theoretisch fundiert und anwendungsbezogen und zielt zudem auf den Erwerb forschungspraktischer Fähigkeiten ab. Neben den klassischen Lernmethoden (Gruppenarbeit, Textanalyse etc.) kommen weitere vielfältige didaktische Methoden zum Einsatz: interaktive & kooperative Methoden (z.B. Peer-to-Peer-Teaching), forschungsorientierte Methoden (z.B. Projekt-arbeit und Projektstudium), kreative & visuelle Methoden (wie Gestaltung von Mindmaps, Video-basierte Präsentation von Arbeitsergebnissen, kunst- oder theaterpädagogische Methoden).

Regelmäßig werden Expert:innen aus Praxis und Forschung in die Lehre einbezogen.

Der Studiengang fördert die Teilhabe und Partizipation der Studierenden an der Gestaltung ihres Studiums. Sie werden ermutigt, gemeinsam mit Lehrenden Lehrveranstaltungen entsprechend ih-ren Interessen und Vorstellungen mitzugestalten, über Lernszenarien mitzuentscheiden, Fachtagungen mit zu organisieren und Lern- sowie Lehrprozesse regelmäßig zu evaluieren.

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