Versionen im Vergleich

Schlüssel

  • Diese Zeile wurde hinzugefügt.
  • Diese Zeile wurde entfernt.
  • Formatierung wurde geändert.
Modulnummer - ModultitelNiveau
  •  BA 
  •  MA
1.2 - Kinderrechte in der PraxisSemester1

Credits

10
Modulverantwortliche:rSWS6
Prof. Dr. Michael KlundtSpracheDeutsch
Modulart
  •  Pflichtmodul
  •  Wahlpflichtmodul
  •  Wahlmodul
Dauer und Häufigkeit1 Semester, jeweils zum Wintersemester
Arbeitsaufwand

Gesamtzeit: 300 h, davon

Präsenz-Kontaktzeit: 84 h

Online-Kontaktzeit: 0 h

Selbststudium: 216 h

Voraussetzungen für die TeilnahmeGemäß Studien- und Prüfungsordnung - M.A. Kindheitswissenschaften und Kinderrechte
Lernergebnisse

Die Studierenden

  • können kindliche Lebenswelten in globalen und lokalen Kontexten unter Berücksichtigung sozialer, kultureller, historischer und ökonomischer Bedingungen analysieren und vergleichen. 
  • sind in der Lage, globale und lokale Perspektiven auf Kindheit sowie Kinderrechte in unterschiedlichen Handlungsfeldern (insbesondere Bildung, Gesundheit und soziale Dienste) systematisch aufeinander zu beziehen und kritisch zu reflektieren. 
  • können empirische Studien zu kindlichen Lebenswelten sowie kinderrechtliche Praxisfelder theoriegeleitet interpretieren und für eigene Fragestellungen nutzen. 
  • sind fähig, kinderrechtliche Fallanalysen zu entwickeln und diese im Kontext der UN-Kinderrechtskonvention sowie internationaler Verfahren (UN-Berichts- und Dialogprozesse) zu reflektieren und exemplarisch in UN-Dialogperspektiven zu übertragen. 
  • können Konflikt- und Spannungsfelder zwischen unterschiedlichen Akteurs- und Rechtspositionen (z. B. Kind, Eltern, Institutionen sowie ethische und institutionelle Logiken) erkennen und differenziert bewerten. 
  • sind in der Lage, Kinderrechte im Gesundheitskontext im Spannungsfeld von Partizipation, Förderung, Schutz im Kontext gesundheitlicher Versorgung systematisch zu analysieren und daraus praxisbezogene Handlungsperspektiven abzuleiten. 
  • können fördernde und hemmende Faktoren der Umsetzung von Kinderrechten in globalen, lokalen und gesundheitsbezogenen Kontexten identifizieren sowie ethische Anforderungen zur Sicherung und Stärkung kindlicher Rechte berücksichtigen. 
  • sind fähig, partizipative und transdisziplinäre Handlungskonzepte zur Stärkung von Kinderrechten auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zu entwickeln. 
  • können ihr professionelles Handeln als Teil einer Menschenrechtsprofession reflektiert begründen und adressatengerecht vertreten.
Kompetenzbereiche
  •  Fachkompetenz
  •  Sozialkompetenz
  •  Methodenkompetenz
  •  Selbstkompetenz
Lehr- und Lernformen

Seminaristische Vorlesung, problemzentriertes Lernen, Arbeitsgruppen

Lehrveranstaltung – Nummer und Titel

ArbeitsaufwandArt der LehrveranstaltungSWS
1.2.1 - Globale Kindheiten und lokale Lebenswelten von Kindern100 hSeminaristische Vorlesung2
Lehrinhalte
  • Aktuelle kindheitswissenschaftlich relevante Theoriediskurse wie postkoloniale und dekoloniale Theorieansätze 
  • Vertiefung intersektionaler Ansätze zur Analyse von Kindheiten
  • Transnationale Kindheiten
  • Partizipative Untersuchungs-/Forschungsmethoden in den Kindheitswissenschaften
  • Kinderorganisationen und soziale Bewegungen
  • Berichte, Studien von Kinder-Selbstorganisationen 
  • Schattenberichte von Kinderbewegungen

Lehrveranstaltung – Nummer und Titel

ArbeitsaufwandArt der LehrveranstaltungSWS
1.2.2 - Kinderrechtliche Fallstudienarbeit und UN-Dialog100 hSeminaristische Vorlesung2
Lehrinhalte
  • Geschichte der Kinderrechte und Kinderrechtsbewegungen
  • Entstehung, Struktur und Verfahrensregeln (Monitoring) der UN-Kinderrechtskonvention (KRK); Kinderrechte in der Europäischen Union und weltweit
  • Rezeption und Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland und in anderen Ländern
  • Relevanz und Umsetzungsprobleme der Kinderrechte für Kinder in besonders schwierigen Lebenssituationen: in Armut lebende Kinder, Kinder mit Behinderung, Straßenkinder, arbeitende Kinder, Kinder in bewaffneten Konflikten, AIDS-Waisen, geflüchtete Kinder und Kinder mit Migrationserfahrung
  • Verhältnis von Kinderrechten und Kinderarbeit
  • Bürgerschaft und politische Partizipation von Kindern
  • Soziale Bewegungen von Kindern
  • Kinderrechtsorientierte Programm- und Projektplanung
  • Menschenrechtsbildung mit Kindern, Umsetzung der Kinderrechte und Beteiligungsprojekte mit Kindern auf allen Kontinenten
  • UN-Dialog und das Staatenberichtsverfahren der Vereinten Nationen zwischen UN-Organisationen, Vertragsstaaten und Nichtregierungsorganisationen im Vergleich.

Lehrveranstaltung – Nummer und Titel

ArbeitsaufwandArt der LehrveranstaltungSWS
1.2.3 - Kinderrechte im Gesundheitskontext100 hSeminaristische Vorlesung2
Lehrinhalte
  • Recht auf Gesundheit nach der UN-Kinderrechtskonvention (Art. 24) und seine Umsetzung in unterschiedlichen Kontexten 
  • Dimensionen von Kinderrechten im Gesundheitsbereich: Schutz, Förderung und Partizipation 
  • Soziale Determinanten von Gesundheit und gesundheitliche Ungleichheit im Kindesalter
  • Analyse gesundheitlicher Lebenslagen von Kindern in Deutschland
  • Schnittstellen zwischen Gesundheitswesen, Jugendhilfe und weiteren sozialstaatlichen Systemen
  • Ethische Grundlagen einer kinderrechtsbasierten Gesundheitsversorgung
  • Partizipation von Kindern in Gesundheitsversorgung und Entscheidungsprozessen
  • Spannungsfelder zwischen Kindeswohl, Elternrechten, medizinisch-ethischen Anforderungen und institutionellen Logiken

Voraussetzung für die Vergabe von Credits, Benotung

Präsenation (15 - 30 Minuten), benotet

Die Modulnote geht entsprechend der Credits mit 10 von 120 in die Endnote ein.

Verwendbarkeit des Moduls

M.A. Kindheitswissenschaften und Kinderrechte

Literatur und Lehr-Lern-Materialien

Module title and summary

Children's rights in practice

Children’s lived environments in global and local contexts, taking into account social, cultural, historical and economic conditions, are analysed and compared. 

Global and local perspectives on childhood and children’s rights in various fields of action (particularly education, health and social services) are to be systematically linked and critically reflected upon. 

Current theoretical discourses relevant to childhood studies, such as postcolonial and decolonial theoretical approaches and the Deepening of intersectional approaches are learned as instruments for to the analysis of childhoods

Theory-guided interpretations of empirical studies on children’s living environments and fields of practice relating to children’s rights are interpreted in a theory-guided manner and made applicable to one’s own research questions. 

Case studies on children’s rights can be developed and reflected upon in the context of the UN Convention on the Rights of the Child and international procedures (UN reporting and dialogue processes), and applied as examples within UN dialogue frameworks. 

The focus is on identifying and distinguishing areas of conflict and tension between different stakeholder and legal positions (e.g. the child, parents, institutions, as well as ethical and institutional logics). 

A systematic analysis of children’s rights within the tension between participation, support and protection, and in the context of healthcare, helps to derive practice-oriented perspectives for action.